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Ausstellungseröffnung: Jüdisches Leben in Lübeck

16.12.2011 11:00 von Thomas Herfert

Ausstellungseröffnung: Jüdisches Leben in Lübeck  - eine Bestandsaufnahme durch Schüler der Hanse-Schule

16.12.2011  von Klaus Senkbeil (Projektleiter Politik und Kultur)

Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Jüdischen Gemeinde Lübeck e.V. am 18. November 2011

Die Hanse-Schule pflegt regen Kontakt mit seinen Dualpartnern. Im Rahmen von P.I.S.A-Partnerschaften wurden mit zahlreichen Betrieben Kooperationen vereinbart, so im vergangenen Monat mit der Lidl GmbH in Siek.

Die Hanse-Schule wünscht sich aber auch Kontakte zu Vereinen oder gesellschaftlichen Gruppen in Lübeck und Umgebung. Es ist uns gelungen, mit der jüdischen Gemeinde eine Kooperationsvereinbarung zu schließen. In den kommenden Jahren werden Kollegen der Hanse-Schule zusammen mit Ansprechpartnern des jüdischen Vereins zahlreiche Projekte, Besichtigungen und Fachgespräche zu den Themen „Die jüdische Gemeinde zu Lübeck – gestern und heute“ begleiten. Ein Schwerpunkt der Arbeit sollen auch Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege an Objekten sein (Synagoge, Friedhof). In diesem Zusammenhang nimmt die Hanse-Schule an  denkmalaktiv – Kulturerbe macht Schule, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teil.

Den Anfang der Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde machten im November 2011 etwa 100 Schüler der BOS-Klassen, die komplette Oberstufe. Die angehenden Abiturienten erstellten Flyer, Plakate, Hausarbeiten, Filme und eine Denkschrift über das jüdische Leben in der Stadt.

Im Rahmen des Politik-Unterrichtes wurden in 2 Monaten von den Schülern selbstständig und  eigenverantwortlich - das ist wichtig - Produkte erstellt.  Lernorte waren die Synagoge, der jüdische Friedhof in Moisling und das Archiv (s. Foto unten: Schüler der BOS 11 d mit Frau Schlegel vom Archiv der Hansestadt Lübeck). Ebenso wurde der Kontakt zu Frau Kugler-Weiemann (Aktion Stolpersteine) gesucht. Herr Schreiber stellte sein Fachwissen bei der Besichtigung des jüdischen Friedhofs zur Verfügung.  

   
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Nadine, Schülerin der BOS 11 d:  „Ich wusste einige Sachen über das Judentum und auch über den Holocaust, jedoch ist mir im Nachhinein aufgefallen, dass mein Wissen nur oberflächlich war.

Ich bin froh darüber, dass wir die Möglichkeiten bekommen haben alles besser kennen zu lernen. Mit unserem Projekt haben wir nicht nur Wissen vermittelt, sondern selbst mehr gelernt. Am besten und effektivsten fand ich die Ausflüge, zum Beispiel in die Synagoge oder auf den jüdischen Friedhof, da man Informationen von Menschen bekommen hat, die sich sehr gut mit der Thematik auskennen.

Mein Blick auf die Stadt Lübeck hat sich schon geändert, wir haben Sachen besichtigt, die viele Lübecker in 30 Jahren noch nicht gesehen haben. Das hat mir besonders gut gefallen“.

Besser kann es nicht ausgedrückt werden.

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